Akupunk­tur

Akupunktur und TCM


Mit der Tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin (TCM) wollen wir unse­ren Pati­en­ten eine weite­re Thera­pie­op­ti­on bieten. Dieser ganz­heit­li­che Thera­pie­an­satz kann bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen wie Multi­ple Skle­ro­se oder Schmerz­er­kran­kun­gen wie Migrä­ne eine ergän­zen­de Behand­lungs­stra­te­gie sein. Der wohl bekann­tes­te Teil dieser komple­men­tä­ren Medi­zin ist die Akupunk­tur. Aus Sicht der tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin ist unser Körper mit verschie­de­nen Meri­dia­nen (Ener­gie­leit­bah­nen) durch­zo­gen. Im Krank­heits­fall kommt es zum Stau des Ener­gie­flus­ses, oder es ist an einer bestimm­ten Stel­le zu viel oder zu wenig Ener­gie vorhan­den. Durch die Akupunk­tur mit Nadeln kann man direk­ten Einfluss auf diese Ener­gie­bah­nen nehmen, so dass Beschwer­den gelin­dert oder Schmer­zen redu­ziert werden.

Indi­vi­du­el­le Therapie
Voraus­set­zung für eine wirkungs­vol­le Akupunk­tur ist in den meis­ten Fällen eine ausführ­li­che Anamne­se (Erfas­sung der Kran­ken­ge­schich­te) auf Grund­la­ge der tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin. Danach kann eine indi­vi­du­el­le Thera­pie erstellt werden. Bei akuten Beschwer­den sind gewöhn­lich 1–3 Akupunk­tur­sit­zun­gen notwen­dig, bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen ca. 10 Sitzun­gen und bei lang­jäh­ri­gen Erkran­kun­gen teil­wei­se mehr als 15 Sitzungen.
Wir entschei­den indi­vi­du­ell mit Ihnen, ob und wie viele Akupunk­tur­sit­zun­gen für Sie wirkungs­voll sein können, denn ihrem Wesen nach entspricht eine Akupunk­tur stets einem indi­vi­du­el­len Heil­ver­such. Die Wirkung der Akupunk­tur wurde jedoch bei eini­gen Krank­heits­bil­dern bereits wissen­schaft­lich nachgewiesen.

TCM – was ist das?

Tradi­tio­nel­le chine­si­sche Medi­zin ist eine alte natur­heil­kund­li­che Behandlungs‑, oder besser: Lebens­form, die sich vor Jahr­tau­sen­den in China entwi­ckelt hat und heute in abge­wan­del­ter Form auch in vielen west­li­chen Ländern zur Behand­lung von Krank­hei­ten einge­setzt wird.

Sie besteht aus 5 Säulen:

  • Akupunk­tur
  • Ernäh­rungs­leh­re
  • Kräu­ter­the­ra­pie
  • Bewe­gungs­the­ra­pie Qi-Gong
  • Tuina (manu­el­le Thera­pie der TCM)

In der west­li­chen Welt hat sich vor allem die Akupunk­tur als Behand­lungs­form etabliert. Dabei ist zu beden­ken, dass die Akupunk­tur ungleich wirkungs­vol­ler ist, wenn sie mit allen oder eini­gen Säulen der TCM kombi­niert wird. In unse­rer Praxis bieten wir Akupunk­tur, Kräu­ter­the­ra­pie sowie Einfüh­rung in Ernäh­rungs­leh­re und Qi-Gong an.
Die Tradi­tio­nel­le chine­si­sche Medi­zin ist ein ganz­heit­li­cher Behand­lungs­an­satz mit dem Ziel, den Menschen in einen ausge­gli­che­nen Zustand zu brin­gen. Durch die verschie­de­nen Behand­lun­gen ist es möglich, Ener­gie zuzu­füh­ren oder abzu­lei­ten, zum Flie­ßen zu brin­gen und rich­tig zu vertei­len. Es geht um einen Ausgleich der beiden Pole Yin und Yang, die immer als Gegen­satz­paar auftre­ten, beispiels­wei­se als kalt und warm.
Erkran­kun­gen werden in der TCM den 5 Funk­ti­ons­krei­sen zuge­ord­net. Dies sind Leber, Herz, Milz, Lunge und Niere, was aller­dings nur bedingt mit den Orga­nen zu tun hat. So kann es z.B. nach einer langen und schwe­ren chro­ni­schen Erkran­kung zu einer Schwä­chung der Nieren­ener­gie mit Zeichen von Erschöp­fung kommen. Dabei liegt jedoch kein Scha­den der Nieren vor. Zusätz­lich ist auch der Tempe­ra­tur­zu­stand des Menschen wich­tig für die Behand­lung. Gibt es beispiels­wei­se Hitze- oder Kälte­an­zei­chen, die zu Erkran­kun­gen führen können.

Anamne­se und Diagnose
Um eine wirkungs­vol­le Behand­lung durch­füh­ren zu können, soll­te zuerst eine Diagno­se nach gemäß der Tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin gestellt werden. Diese wird mit Hilfe eines ausführ­li­chen Erst­ge­sprächs, der Anamne­se, sowie anhand von Puls- und Zungen­dia­gnos­tik gestellt.
Ob wir Sie in unse­rer Praxis schon lange kennen oder ob Sie zum ersten Mal bei uns sind spielt keine Rolle. Die Diagno­se­stel­lung nach der TCM neben der Kennt­nis der konser­va­ti­ven Medi­zin­dia­gnos­tik ist der Schlüs­sel zu einer erfolg­rei­chen Behandlung.

Therapie-Angebot

Die Behand­lung nach Art Tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin der kann für viele Erkran­kun­gen als Behand­lung oder Ergän­zung einer schon einge­lei­te­ten Thera­pie einge­setzt werden.

Einge­setzt wird die TCM häufig für:

  • Schmerz
  • Migrä­ne
  • chro­ni­sche Knie- und Rückenschmerzen
  • MS
  • vege­ta­ti­ve Störungen
  • Reiz­darm oder Reizblase
  • Frau­en­er­kran­kun­gen
  • Tremor
  • Tinni­tus
  • Angst
  • Erschöp­fung
  • Schlaf­stö­run­gen
  • Schwin­del

Ernährungslehre und Diätetik

Auch in der Ernäh­rung spie­geln sich die 5 Elemen­te (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) der Tradi­tio­nel­len chine­si­schen Medi­zin wider. Jedes Lebens­mit­tel ist dabei einem Element zugeordnet.
Noch wich­ti­ger ist aber, dass jedes Lebens­mit­tel wärmend, kühlend oder neutral sein kann. Je nach Verar­bei­tung kann sich diese Tempe­ra­tur­ei­gen­schaft noch einmal ändern. Bei Krank­heits­mus­tern, die beispiels­wei­se mit Hitze und Fülle einher­ge­hen, soll­ten demnach mehr kühlen­de Lebens­mit­tel zu sich genom­men werden.

Buch­emp­feh­lun­gen:

“Chine­si­sche Ernährungslehre”
von Pasca­le Anja Barmet
ISBN-13: 973–3442169290

“Feines aus der 5‑Ele­men­te-Küche”
Autoren: Ekke­hart Hamma, Stefa­nie Hamma, Wolf­gang Radi
Tinto Verlag
ISBN: 9783981084979


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